INTERNATIONALE MARTIN LUTHER STIFTUNG

Der Tägliche Luther

Freitag, der 28. April

(...) und von Jesus Christus (...), der uns liebt und uns erlöst hat von den Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater (...).

Auslegung Martin Luthers ...

Minna Due Jensen nimmt stellvertretend für ihren Mann Niels Due Jensen die LutherRose 2016 in Empfang

Fotogalerie LutherRose 2016

Niels Due Jensen - Preisträger der LutherRose 2016

Am 12. November 2016 erhielt Niels Due Jensen, Vorstandsvorsitzender der Poul Due Jensen Stiftung, im Prinzenpalais des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen die LutherRose 2016 für gesellschaftliche Verantwortung und UnternehmerCourage

Die Internationale Martin Luther Stiftung (IMLS) ehrte im Rahmen der 9. LutherKonferenz mit Niels Due Jensen „eine beeindruckende Persönlichkeit und erfolgreichen Unternehmer, der beruflich wie privat die reformatorischen Werte Martin Luthers verkörpert.“ Den dänischen Pumpenhersteller Grundfos hat er als langjähriger Vorstandsvorsitzender zu einem globalen Akteur im Kampf für reines Trinkwasser für alle Menschen der Welt gemacht.

Minna Due Jensen, die Ehefrau des Preisträgers, hat die Auszeichnung stellvertretend für ihren Mann in Empfang genommen. Sie und auch der Sohn, Poul Due Jensen, der derzeitige Vize Präsident von Grundfos, fanden klare, bewegende Worte des Dankes.

Niels Due Jensen befindet sich derzeit nach einer Operation auf dem Weg der Besserung. An der LutherKonferenz 2016 konnte er somit nicht persönlich teilnehmen. Er ließ aber ausrichten, dass Luthers Botschaft an uns auch heute darin bestünde, möglichst „jeden Tag etwas Positives zu bewirken – im Privatleben ebenso wie im Beruf.“ Für sein Leben sei es unabdingbar gewesen, „dass die Werte und die Geschäftsethik von Grundfos, die auf einer christlichen Weltsicht basieren, nicht im globalen Kampf um Marktanteile verloren gehen.“ Er bezeichnet es als eine sehr große Ehre, mit der LutherRose 2016 ausgezeichnet worden zu sein.

In seiner Laudatio würdigte Karsten Dybvad, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Dänischen Industrie, den Preisträger: „Niels Due Jensen war entscheidend daran beteiligt, die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung zum Mainstream in der dänischen Wirtschaft zu machen. Er hatte eine Pionierrolle in der Entwicklung des gesellschaftlichen Wertebewusstseins von Unternehmen.“ 

In ihrer Festrede zum Thema „Luther, Marx und die Folgen. Die Reformation und der moderne Wohlfahrtsstaat“  sprach die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager über Martin Luther und seinen Einfluss auf das heutige Europa: „Unser Glaube an Gerechtigkeit und Gleichheit, an Vielfalt und Individualität kann uns auch in dunkelsten Zeiten helfen. [...] Aber das passiert nur, wenn wir bereit sind, aufzustehen und uns zu bekennen. Nicht nur diese europäischen Werte der Reformation zu halten, sondern sie auch zu leben. Unsere Thesen an die Kirchentür zu schlagen und zu betonen: Wir stehen für ein Europa, das in Vielfalt geeint ist.“

Zum diesjährigen Thema der Podiumsdiskussion "Lutherischer Staatssozialismus?" Chancen und Risiken gegenwärtiger Sozialpolitik in Dänemark und Europa diskutierten unter Moderation des IMLS-Vorstandsvorsitzenden Michael J. Inacker Prominente aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Neben der Wirtschaftsjournalistin der FAZ, Heike Göbel, zählten der Ethiker Prof. Dr. Svend Andersen von der Universität Aarhus, der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Niels Kærgaard von der Universität Kopenhagen sowie Jakob Funk Kirkegaard vom Peterson Institute for International Economics, Washington (DC) zu den Gesprächsteilnehmern.

Informationen zum Preisträger 

Niels Due Jensen, Jahrgang 1943, schloss 1960 eine Lehre zum Mechaniker ab. Nach seinem Studienabschluss am Aarhus Technical College arbeitete er ab 1971 bei Grundfos und übernahm ab 1977 erste Aufgaben im Management-Bereich. Von 1980 bis 2003 als Geschäftsführender Vorstand des Gesamtkonzerns und von 2003 bis 2011 als Group Chairman der Grundfos Aktiengesellschaft war Due Jensen über drei Jahrzehnte in hauptverantwortlicher Rolle im Unternehmen tätig. Bis zum April 2016 war Niels Due Jensen Vorstandsmitglied der Grundfos Holding A/S. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Poul Due Jensen Stiftung.

Niels Due Jensen gilt als starker Redner, der seinen eigenen Weg geht und sich nicht davor scheut seine Meinung auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. 

Grundfos wurde 1945 in Bjerringbro von Poul Due Jensen, dem Vater von Niels Due Jensen, unter dem Namen Bjerringbro Pressestøberi og Maskinfabrik gegründet. 1967 erfolgte die Umbenennung in Grundfos. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Pumpen sowie Pumpensystemen. Grundfos  beschäftigt derzeit über 18.000 Mitarbeiter in 55 Ländern und gehört heute zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen in Dänemark. Zu den Wertvorstellungen von Grundfos zählt das verantwortliche Handeln, in geschäftlicher wie auch in gesellschaftlicher Hinsicht.

Zur Sicherung des unabhängigen Fortbestands des Unternehmens wurde 1975 die Poul Due Jensen Stiftung gegründet. Die Stiftung ist Mehrheitseigner und hält 88 % der Aktien der Grundfos Holding A/S.

Die deutsche Niels Due Jensen Stiftung wurde 2010 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der beiden deutschen Grundfos-Gesellschaften ins Leben gerufen. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist das Fördern von Projekten, die es Menschen ermöglichen, sich durch Schul- und Ausbildung selbst zu versorgen.

Alexander v. Witzleben, Margrethe Vestager, Annette Due Jensen, Dr. Michael J. Inacker, Dr. Thomas A. Seidel, Bertel Haarder, Minna Due Jensen, Karsten Dybvad, Peter Skov-Jakobsen, Poul Due Jensen, Landesbischof Gerhard Ulrich (von links nach rechts)
Laudatio durch Karsten Dybvad, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Dänischen Industrie